Unsere schüchternen Katzen

Scheue Katzen sind keine verwilderten Katzen. Sie sind mit Menschen sozialisiert. Sie sind nur keine Katzen, die man einfach ansprechen und streicheln kann.

Es gibt auch viele ‘nicht scheue’ Katzen, bei denen man das als Fremder nicht versuchen sollte.

Aber der Unterschied zu einer ‘scheuen Katze’ oder einer ‘Nicht-Berührungskatze’ ist, dass es mehr ist, als sich nur kurz vorzustellen und es sanft anzugehen.

Eine scheue Katze möchte (noch) nicht angefasst werden.

Die schwächste Form der scheuen Katzen lässt sich technisch gesehen anfassen. Wenn es Ihnen gelungen ist, eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen und Sie sehr vorsichtig und geduldig sind, können Sie sie ein wenig streicheln. In der Regel am Kopf, wenn man sie füttert.

Die meisten überzeugt scheuen Katzen lassen sich einfach nicht anfassen. Wenn man es doch tut, versuchen sie alles, um der Berührung zu entgehen.

Das heißt aber nicht, dass eine solche Katze nicht sozial sein kann. Wenn die scheue Katze anfängt, Ihnen zu vertrauen - was man tut, indem man nicht versucht, sie zu berühren - ist es möglich, dass sie sich neben Sie setzt. Sogar ganz in der Nähe.

Zum Beispiel auf dem Sitz neben dir, zu deinen Füßen auf einem Schemel. Mit dir auf dem Bett liegend. - Solange du es nicht berührst.

Eine scheue Katze kann sich durchaus zu einer ‘Streichelkatze’ entwickeln. Vor allem Katzen, die die ‘vertraute Person’ bereits in begrenztem Umfang anfassen kann. Sie kann sogar eine Schmusekatze oder Schoßkatze werden.

Aber wer bereit ist, einer scheuen Katze eine Chance zu geben (bitte, tun Sie das) muss dies in dem vollen Bewusstsein tun, dass sie eine scheue Katze bleiben kann. Für immer.

Es ist (sehr) schwierig, sich von einer Katze fernzuhalten, für die man Zuneigung empfindet.

Aber das ist es, was Sie tun sollten. Drängen Sie sich nicht auf. Die scheue Katze muss selbst zu Ihnen kommen und sich streicheln lassen. Sich aufzudrängen hilft nicht und führt dazu, dass die Katze misstrauisch wird und sich in ihrem Zuhause unsicher fühlt.